Wappen Gimmigen

"Welche Bedeutung haben eigentlich die Symbole im Wappen fur Gimmigen?" Diese Frage haben sich wahrscheinlich schon oft viele Bewohner von Gimmigen, insbesondere die "Zugezogenen", gestellt. Antwort hierauf soll der folgende Beitrag von Ernst Petto geben. Das Wappen wurde erstellt für die Bürgergesellschaft Gimmigen e.V. und befindet sich in deren Besitz. Es darf nur nach vorheriger Zustimmung durch diese anderweitig verwendet werden!

Zunächst ist festzustellen, daß es das Gimmiger Wappen, wie es auf der Titelseite der Festschrift dargestellt ist, noch gar nicht so lange gibt. Genau gesagt gibt es das Wappen erst seit 1984, dem Jahr, in dem die Bürgergesellschaft Gimmigen ihr 10jähriges Bestehen feierte.
Da in der Ortsgeschichte von Gimmigen ein eigenes geschichtliches Wappen nicht zu belegen war, hat seinerzeit Herr Otto Kley, ein Mitglied der Bürgergesellschaft, dieses Wappen gestaltet. Durch das Wappen soll mit allgemeinverständlichen Symbolen Typisches für die Gimmiger Geschichte festgehalten werden.

Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern. |
|
|
Im Wappen ist der Schild in eine weltliche linke und kirchliche rechte Hälfte gespalten. Die linke Schildhälfte ist in zwei Wappenfelder geteilt: das untere Feld zeigt eine heraldisch stilisierte rote Traube und symbolisiert den frühen Weinbau in der Gemarkung, der schon 853 urkundlich nachweisbar ist, da der Geistliche Herigat Weingärten bei "Gimiche" dem St.-Cassius-Stift zu Bonn vermachte. Im oberen Feld ist die staufische Reichskrone, eine Bügelkrone, die als Siegel des Burggrafen Gerhard von Landskron 1276 belegt ist, 24 Jahre, nachdem Gimmigen von den Grafen von Neuenahr und Are an Gerhard verpfändet wurde. In der rechten Schildhälfte sind die Symbole der Katharina von Alexandrien zu sehen, das gebrochene Speichenrad und das Richtschwert, durch die die Heilige den Märtyrertod erlitt. Katharina ist zwar nach Cosmas und Damian die jüngere Patronin der Kapelle, doch ist sie durch die Neukonsekration nach dem 30-jährigen Krieg bedeutsamer. Als eine der 14 Nothelfer war sie auf dem alten nicht mehr in der Kapelle befindlichen Altarbild mit Rad und Schwert rechts neben der Gottesmutter abgebildet.
Die Farben GELB (Gold), ROT (Purpur) und WEISS (Silber) beziehen sich ebenfalls auf die Grafschaft Neuenahr, die Zugehörigkeit zur Herrschaft Landskron und die Darstellung der Katharina in den Heiligenlegenden. Durch den farbigen Dreiklang wird die formale Gliederung des Wappens unterstützt.